| 25 km rund um die Bitterfelder Goitzsche… verdammt weit, aber schnell |
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| Geschrieben von Jens | ||||
| Montag, 15. Juni 2009 | ||||
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Wie ich in einem vorangegangenen Artikel geschrieben habe beinhaltete mein Laufplan “[…] wenn nicht Unvorhergesehenes meine Pläne kreuzt […]” für dieses Jahr Halbmarathon Nr. 3 und 4. Aber genau dieser Zusatz (“[…] Unvorhergesehenes […]”) hat meine Teilnahme am Halbmarathon Nr. 3 an der Bitterfelder Goitzsche verhindert. Ich habe mir bei einem jämmerlichen Fußballspiel das Innenband im linken Knie angerissen. Was für eine Enttäuschung.
Nach der achtwöchigen Zwangspause habe ich mich also schnell nach alternativen umgesehen. Neben den Läufen der Heidelaufserie die ich bereits bestreite, suchte ich noch nach einem großen Lauf (für mich etwa Halbmarathondistanz) hier in der Region. Kollege Karsten machte mich auf den Goitzsche Rundlauf am 13.06.2009 aufmerksam. Eigentlich alles super: Die Streckenführung bekannt, die Anreise kurz. Nur vor einem hatte ich Respekt: Die Distanz. Der Rundlauf geht über 25 km. Soviel bin ich bisher in meinem Leben noch nicht am Stück gelaufen. Und das so kurz nach meiner Verletzung. Aber ich muss zugeben die Herausforderung hat mich auch gereizt. Jetzt habe ich es gepackt und muss sagen, es war schon hart, aber nicht so schlimm wie mein erster Halbmarathon 2007 rund um die Goitzsche. Und schnell war ich auch noch. Ich hatte mir vorher eine Zeit so um die 2:20 h ausgerechnet. Doch da der Start der Distanzen 5, 10 und 25 km gemeinsam erfolgte, schwamm ich in der Starteuphorie der Kurzstreckenläufer mit. Bei Kilometer 2,5 stellte ich verdutzt fest, dass einige meiner Begleiter bereits am Wendepunkt umkehrten und sich auf die zweite Hälfte Ihrer Strecke machten. Bei Kilometer 3 dann der erste Kontrollblick zur Stoppuhr: 14:20 min. Das war eigentlich viel zu schnell. Ab Kilometer 5 wurde es dann so langsam einsam. Die 10-Kilometerläufer kehrten um und so langsam zog sich dass Feld der verbleibenden Starter auseinander. Ich lief immer noch Zeiten von unter 4:45 min/km. Und es fühlte sich gar nicht so schlimm an. Darüber, dass noch 20 km vor mir lagen machte ich mir erst mal keine Gedanken. Der erste Verpflegungspunkt kam an Kilometer 6. Kein Essen nur Wasser. Ich nahm einen Becher und trank ihn kangsam Schluck für Schluck während des Laufens. So langsam begann ich zu Schwitzen und machte mir Sorgen wegen der Sonne, was sich aber später als unbegründet herausstellte. Auf der zweiten Hälfte stand die Sonne tief und die Bäume spendeten Schatten. Den Lauf 18:00 Uhr zu starten war also eine hervorragende Entscheidung. Die Verpflegungspunkte kamen ca. alle 4-5 km und ich trank immer einen Becher während des Laufens. So hatte ich es mir vorgenommen. Als ich mich ab Kilometer 15 immer noch richtig gut fühlte, ahnte ich schon, dass an diesem Tag Einges gehen konnte. Immer noch lief ich 4:50 min/km. Ich nahm mir immer den nächsten vor mir sichtbaren Läufer vor und versuchte den einzuholen. Wenn ich diesen eingeholte hatte versuchte ich den nächsten zu kassieren. Ich selbst wurde ab Kilometer 5 nicht mehr überholt. Das spielt natürlich eigentlich alles keine Rolle, denn vorher war mein Ziel einfach ankommen. Aber ich fühlte mich fit. Als ich die auf der Strecke mit großen Schildern gekennzeichnete Markierung für den Halbmarathon passierte zeigte meine Uhr 1:43:10. Das waren ca. acht Minuten weniger als meine Halbmarathon Bestzeit vom MDM 2008. Wahnsinn! Ab da wurden dann auch so langsam die Beine schwer und ich musste mich langsam quälen. Trotzdem schaffte ich es bis ins Ziel unter 4:55 min/km zu laufen. Kurz vor dem Stadioneinlauf wartete Karsten bereits - frisch und schon erholt von seinem 10 km Lauf - auf mich und klatschte ab. Zufrieden und erschöpft überquerte ich die Ziellinie und stoppte meine Uhr bei 2:02:16. Und 25 Kilometer waren gar nicht mal so schlimm. Mal sehen wie es jetzt weitergeht. Die Daten zu dem Lauf findet Ihr, neben meinen anderen Läufen, in meinem Trainingstagebuch. ![]() Auf der Strecke hat mich wie immer mein iPod begleitet. Gehört habe ich dieses Mal "Die Rache" von John Katzenbach.
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 15. Juni 2009 ) | ||||
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