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Das Sportjahr 2010…

mdm2010 …neigt sich langsam dem Ende entgegen. Es hat für mich viele schöne Erlebnisse und Bestzeiten gebracht. Zeit für ein kleines Resümee: Im  März der erste Lauf der Saison und meine Bestzeit über 10 km (0:39:55).

Im Mai konnte ich nach großer Vorfreude meine Marathon-Zeit in Prag auf 3:10:08 verbessern. Im Juni hatte ich meinen bisher schnellsten Lauf über 15 km bei der Heidelaufserie (1:00:27). Im September dann der lang ersehnte Marathon in Halle (3:14:54). Zwar keine Bestzeit, aber ich hatte mich besonders darauf gefreut in meiner Heimatstadt einen Marathon zu Laufen – insgesamt mein Dritter.

Weiterhin habe ich in diesem Jahr auch mein Interesse an anderen Sportarten entdeckt. Im April habe ich meinen ersten Duathlon absolviert. Und im Juli schließlich meinen ersten Triathlon in Roßbach. Ein weiterer folgte im August in Löderburg.

DSC_0294_kl Im September ging es in die Berge zur Transalp mit dem Mountainbike. Dort hatten wir sechs knallharte Etappen vom Tegernsee zum Gardasee auf denen wir aber überwältigende Eindrücke sammeln konnten (Matthias hat sehr ausführliche Beiträge).

Eines fehlt mir in diesem Jahr noch: Eine Halbmarathonbestzeit. Beim einzigen Lauf über die halbe Distanz in diesem Jahr in Bayern bin ich bis auf sieben Sekunden auf meine Bestzeit vom MDM 2009 in Halle (1:26:51) herangekommen. Mal sehen, ob meine Form für einen weitere Bestzeit über diese Distanz reicht. Auf jeden Fall werde ich am Sonntag beim Geiseltalseelauf in Braunsbedra starten und natürlich mein Bestes geben. Aber soweit ich mich an das letzte Jahr erinnern kann war die Strecke leicht hügelig.

2010-08-28-10 Pläne für das nächste Jahr habe ich auch schon: Der erste Saisonhöhepunkt wird der Mailand-Marathon am 10. April 2011. Mein Bruder der mittlerweile ebenfalls vom Fußballer zum Läufer “aufgestiegen” ist wird in Mailand sein Marathondebüt geben. Darauf freue ich mich ganz besonders. Von seiner erstaunlich guten Form konnte ich mich während einer 28 km Trainingseinheit am Süßen See überzeugen.

Auch der Triathlon – also besonders auch Radfahren und Schwimmen – werden im nächsten Jahr eine große Rolle spielen. Mein Fernziel: Ich möchte mich einmal Ironman nennen können. Ein weiter Weg. Aber auch der weiteste Weg beginnt bekanntlich mit dem ersten Schritt.

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MDM 2010 und die wahrscheinlich längste Zielgerade der Welt

Aller guten Dinge sind drei. Doch mein dritter Marathon war mein bislang Härtester.

Unbenannt-8 Die Vorfreude war groß. Endlich einen Marathon in meiner Heimatstadt Halle beenden. Und den Zieleinlauf auf dem Hansering genießen, den ich schon zweimal zuvor bei den halben Distanzen hinter mich gebracht hatte. Zudem wusste ich viele Freunde und Kollegen an und auf der Strecke.

Nach einer kurzen Nacht ging es 7:15 Uhr mit dem Busshuttle zum Start nach Spergau. Gemeinsam mit Udo, Jens und Matthias warteten wir bei kühlem Morgennebel in auf den Startschuss. 9:01 Uhr war es so weit: Das Pferd darf aus der Box. Vorgenommen hatte ich mir ein moderates Tempo. So hatte ich auch meine Uhr auf ein Durchschnittstempo von 4:50 min/km programmiert. Das hätte für unter 3:25:00 gereicht. Durch das spezielle Training für die Triathlonsprints glaubte ich nicht mehr genügend Ausdauer zu haben. Doch nach dem Start waren alle guten Vorsätze passé – wie immer!

Ich begann also deutlich unter Plan (4:20-4:35 min/km) ohne anfangs wirklich darüber nachzudenken. Die Strecke führte über Landstraßen durch kleine Gemeinden Richtung Halle. In den Orten säumten viele Zuschauer die Strecke und feuerten die Läufer lautstark an. Hier und da wurden zum Abklatschen Kinderhände ausgestreckt. Es lief gut.

Verpflegung hatte ich diesmal keine dabei. Mein Trainingspartner Carsten hatte sich bereit erklärt mich zu unterstützen. In Merseburg – nach 19 km – nahm er mich in Empfang. Auf die Frage wie es läuft antwortete ich sofort: “Ich bin zu schnell!” Mir war klar dass der Einbruch kommen musste, nur wann? Mit dem Tempo war ich auf Bestzeitkurs. Bei Kilometer 28 kamen die ersten Anzeichen für Krämpfe. Diese Anzeichen habe ich bis jetzt bei jedem Marathon gehabt. Und immer früher: in Dresden ab 38, in Prag ab 32 und nun ab 28. Aber einen echten Krampf während des Laufens habe ich bisher nicht bekommen. Glücklicherweise auch diesmal nicht.

Unbenannt-6Bei Kilometer 32 gab mir Kollege Andreas einen ordentlichen Motivationsschub mit auf den Weg. Ab hier wurde es jetzt hart. So schwer hatte ich es in einem Laufwettbewerb bisher noch nie. Die Muskeln wurden immer schwerer, Krämpfe drohten und bei jedem noch so kleinem Anstieg ging der Puls auf 185 hoch. Innerhalb von drei Kilometern ging mein Tempo von 4:35 auf über 5:00 min/km. Bis zum Ende kam ich nicht mehr unter 5:00 min/km. Ab hier hat Carsten dann ganze Arbeit geleistet unermüdlich trieb er mich an. Redete die Anstiege klein und meine Leistung groß. Dabei war es doch umgekehrt war ich mir sicher. Aber wenn man etwas lange genug hört glaubt man daran :)

Dann ging es auf die wahrscheinlich längste Zielgerade der Welt: die Magistrale. 4 km leicht steigend und schnurgerade. Da ich am Ende eine Urkunde bekommen habe muss ich die wohl auch irgendwie bezwungen haben. Gutes Mentaltraining. Mitbekommen habe ich nicht mehr viel. Außer dass Carsten noch auf den letzen paar hundert Metern Magnesium in mich reinpumpen wollte. Ich dachte: Bis das in den Muskeln ankommt ist bestimmt die Sonne untergegangen. Und dann zogen meine Beine schon ganz automatisch zum Zielsprint an, während am Streckenrand Menschen meinen Namen riefen. Und es war geschafft.

Unbenannt-7Mit 3:14:54 belegte ich insgesamt den 27. Platz und den 5. Platz in meiner Altersklasse. Trotz der Qualen bin ich damit hochzufrieden. Die große Zufriedenheit die mich erfüllt wenn sich im Ziel der Puls langsam senkt, wird mich wohl noch zu mancher Ausdauerleistung treiben.

Doch mit der Hetzerei nach Marathon-Bestzeiten ist jetzt erst mal Schluss. Vorerst. Nächstes Jahr möchte ich mich dem Triathlon widmen, gemeinsam mit Carsten. Und einen gemütlichen Marathon gemeinsam mit meinem Bruder Felix wünsche ich mir. Vielleicht in Leipzig?

Danke nochmal an Carsten, für die Beharrlichkeit.

Und jetzt geht’s schon weiter: Mit dem Fahrrad über die Alpen. Ich bin gespannt.

Die Daten vom Garmin Forerunner 310XT:

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Noch zwei Tage bis zum 8. Mitteldeutschen Marathon

Die letzten Kilometer sind gelaufen, ab jetzt geht nichts mehr. Ich habe am Montag noch einmal eine schnelle 10 km Einheit absolviert (ca. 43 min) und am Freitag eine lockere Einheit mit 6 X 400 m im Wettkampftempo. Ich fühle mich gut vorbereitet und sehe dem Halbmarathon in freudiger Erwartung entgegen. Den Vorhersagen nach spielt auch das Wetter mit. Die msu solutions (http://www.msu-solutions.de/) wird am Sonntag mit insgesamt fünf Startern ins Rennen gehen: Matthias (http://matthias-kramer.blogspot.com/), Karsten, Kathi, Bodo und ich. Allen Startern wünsche ich ein gutes Rennen.

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