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Geiseltal-Duathlon in Braunsbedra

2011.05.08-9 In 2010 hatte ich hier nur aus Spaß meinen ersten Multisportwettkampf absolviert, damals noch mit meinem Crossbike. Doch sofort war klar: Das ist etwas für mich! Also war ich dieses Jahr wieder am Start. Diesmal mit einem echten Rennrad und ordentlich Motivation.

Carsten, Stephan, Matthias und ich gingen als “Laktatfreunde Mitteldeutschland” auf die 6 km Laufstrecke, 22,5 km Rad und anschließend wieder auf einen 2,5 km Lauf. Carsten und Stephan entschieden sich für die taktische Variante, das Pedalsystem gegen Schlaufen zu tauschen, um auch die Radstrecke in Laufschuhen absolvieren zu können. Ich hingegen wollte mein Material und die Wechsel im Hinblick auf die Halbdistanz in Moritzburg testen. Zudem galt es ein Gefühl für die Tempogestaltung auf der Radstrecke und den Wechsel zum Laufen zu bekommen.

Unbenannt-3 Bei strahlendem Sonnenschein versuchte ich mich nach dem Startschuss an Stephan zu hängen, da ich mich in der Vorbereitung von seiner guten Laufform überzeugen konnte. Doch nach den zwei zu absolvierenden Stadionrunden musste ich ihn langsam ziehen lassen. In der Wechselzone hatte er den erwähnten taktischen Vorteil, aber es gelang mir ihn nach wenigen Kilometern auf dem Rad mit deutlichem Geschwindigkeitsüberschuss zu überholen. Dann geschah es: Vor einer scharfen Rechtskurve geriet ich beim Anbremsen ins Schleudern, kollidierte mit einem Konkurrenten und überschlug mich. Da war er also mein erster Radsturz. Nach kurzer Orientierungslosigkeit wimmelte ich die heraneilenden Streckenposten ab, setzte mich auf mein Rad und konnte glücklicherweise weiterfahren.

DSC_0712 Kein Schaden, nur Lenkerband und der Sattel hatten etwas abbekommen wie sich später herausstellte hatte ich fast unverschämtes Glück. Und im ersten Moment hatte ich auch keinerlei Schmerzen. Das entstandene Adrenalin konnte ich ziemlich gut in Vortrieb umwandeln. Schon am folgenden Anstieg konnte ich einen der vorbeigefahrenen Gegner wieder einholen. Auch Stephan konnte ich bald wieder hinter mir lassen. Der zweite Wechsel klappte problemlos. Auf den abschließenden 2,5 km lief ich das Rennen ohne große Probleme nach Hause.

Sehr überrascht war ich, als ich trotz meines Radsturzes bei der Siegerehrung als Sechster in der Jedermann-Wertung geehrt wurde. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Am Ende stehen drei Erkenntnisse:

  • Auf dem Rad muss ich mich nicht verstecken
  • Ich habe meine erste Multisportplatzierung erreicht
  • Die Laktatfreunde Mitteldeutschland sind geboren

Meine GPS-Daten:

Geiseltal-Duathlon – 6 km Lauf
Geiseltal-Duathlon – 22,5 km Rad
Geiseltal-Duathlon – 3 km Lauf

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Marathon in Prag

2010_05_prag_2 Der nächste Marathonwettbewerb rückt langsam in greifbare Nähe. Das Training ist im Gange. Ein guter Zeitpunkt den letzten Marathon noch einmal Revue passieren zu lassen. Im Mai war ich zum Marathonlauf in Prag, mein schnellster bisher. Der liegt zwar schon wieder eine ganze Weile zurück, dennoch möchte ich dieses für mich bedeutende Ereignis nicht unerwähnt lassen.

In Prag sollte die neue Bestzeit über die Königsdistanz für Ausdauersportler errungen werden. Dafür habe ich mit hohem Aufwand viele Trainingseinheiten absolviert. Seit Dezember 2009 bin ich glücklicher Besitzer eines Garmin Forerunner 310XT, mit dem ich jede Trainingseinheit dokumentiere. So ist es mir ein Leichtes mit wenigen Klicks den Umfang des Trainings für diesen Wettkampf zu summieren:

Trotz des schneereichen Winters habe ich insgesamt 72 Laufeinheiten absolviert und dabei ca. 850 Trainingskilometer zurückgelegt. Dafür habe ich ca. 78 Stunden trainiert.

Dem Lauf habe ich schon mindestens vier Wochen entgegengefiebert, so dass ich am Vortag des Wettkampfes kaum einen anderen Gedanken fassen konnte. Alles drehte sich um Marschtabellen, Verpflegungsstrategie und die richtige Kleidung.

2010_05_prag Der Wettkampf

Die ersten 10 km ging ich – wie geplant – mit 4:30 min/km an, um anschließend das Tempo je nach Tagesform nach oben oder unten anzupassen. Tatsächlich wurde ich zwischen Kilometer 10 und 25 schneller. Meine Kilometerzeiten lagen zwischen 4:15 und 4:25 min/km. Auf der Halbmarathonmarkierung lautete meine Zwischenzeit 1:32:00. Ich war noch frisch und dachte kurz über die magische Drei-Stunden-Grenze nach. Aber von dem Gedanken musste ich mich sehr schnell verabschieden. Wie auch beim Marathondebüt in Dresden (Dresden, 18.10.2009) verschonte mich der „Mann-mit-dem-Hammer“. Stattdessen drohte mir die Krampfgefahr diesmal schon ab Kilometer 32. Ich musste meinen Laufstil deutlich ändern, schaffte es aber einen echten Krampf bis zum Ende zu vermeiden. [Hat jemand einen guten Tipp wie ich der Krampfgefahr (bei mir immer hinterer Oberschenkel) begegne?] Die letzten vier Kilometer lief ich wie in Trance. Am Ende war ich sehr zufrieden mit meiner Zeit von 3:10:08.

Die Stadt ist wunderbar: Schöne Stadt, schöner Fluss, schöne Menschen und hervorragende Küche. Dieses Konzept hat meiner Meinung nach großes Potenzial: Eine interessante europäische Großstadt und eine große sportliche Herausforderung. Ich denke das lässt sich ausbauen.

Jetzt freue ich mich auf den ersten Marathon vor der Haustür.

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Bestzeit: Die ersten Kilometer 2010

Das Laufjahr 2010 startet für mich direkt mit einer Bestzeit: Ich bin heute auf einer Strecke von 10 km erstmals unter 40 min   geblieben. Heute, beim Mazdalauf in Eilenburg galt es fünf Runden mit jeweils 2 km zu absolvieren. Meine offizielle Zeit lautet 0:39:55. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von von 15 km/h. Das habe ich noch in keinem Lauf erreicht und damit geht das neue Jahr so weiter, wie das “Alte” endete. Mein erstes Ziel für 2010 ist damit schon mal erfüllt. Das kann nicht ewig so weitergehen und tatsächlich: Die Verbesserungen werden geringer. Die vielen Trainingskilometer bei Schnee und teilweise -10 °C haben sich gelohnt. Matthias hat übrigens ebenfalls eine Bestzeit erreicht.

Der Mazdalauf war gar nicht so klein und gemütlich wie ich gedacht hatte. Wenn die offiziellen Angaben stimmen, so waren insgesamt über 1000 Läufer über die verschiedenen Distanzen am Start. Die Strecke war größtenteils von Helfern vom Schnee befreit, die übrigen Passagen waren gestreut. Alles war sehr gut organisiert, einzig eine Kleiderabgabe im Start-Ziel-Bereich hätte ich mir bei den Temperaturen gewünscht.

Das war übrigens meine erster Start in der neuen Altersklasse :)

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