2010_05_prag_2 Der nächste Marathonwettbewerb rückt langsam in greifbare Nähe. Das Training ist im Gange. Ein guter Zeitpunkt den letzten Marathon noch einmal Revue passieren zu lassen. Im Mai war ich zum Marathonlauf in Prag, mein schnellster bisher. Der liegt zwar schon wieder eine ganze Weile zurück, dennoch möchte ich dieses für mich bedeutende Ereignis nicht unerwähnt lassen.

In Prag sollte die neue Bestzeit über die Königsdistanz für Ausdauersportler errungen werden. Dafür habe ich mit hohem Aufwand viele Trainingseinheiten absolviert. Seit Dezember 2009 bin ich glücklicher Besitzer eines Garmin Forerunner 310XT, mit dem ich jede Trainingseinheit dokumentiere. So ist es mir ein Leichtes mit wenigen Klicks den Umfang des Trainings für diesen Wettkampf zu summieren:

Trotz des schneereichen Winters habe ich insgesamt 72 Laufeinheiten absolviert und dabei ca. 850 Trainingskilometer zurückgelegt. Dafür habe ich ca. 78 Stunden trainiert.

Dem Lauf habe ich schon mindestens vier Wochen entgegengefiebert, so dass ich am Vortag des Wettkampfes kaum einen anderen Gedanken fassen konnte. Alles drehte sich um Marschtabellen, Verpflegungsstrategie und die richtige Kleidung.

2010_05_prag Der Wettkampf

Die ersten 10 km ging ich – wie geplant – mit 4:30 min/km an, um anschließend das Tempo je nach Tagesform nach oben oder unten anzupassen. Tatsächlich wurde ich zwischen Kilometer 10 und 25 schneller. Meine Kilometerzeiten lagen zwischen 4:15 und 4:25 min/km. Auf der Halbmarathonmarkierung lautete meine Zwischenzeit 1:32:00. Ich war noch frisch und dachte kurz über die magische Drei-Stunden-Grenze nach. Aber von dem Gedanken musste ich mich sehr schnell verabschieden. Wie auch beim Marathondebüt in Dresden (Dresden, 18.10.2009) verschonte mich der „Mann-mit-dem-Hammer“. Stattdessen drohte mir die Krampfgefahr diesmal schon ab Kilometer 32. Ich musste meinen Laufstil deutlich ändern, schaffte es aber einen echten Krampf bis zum Ende zu vermeiden. [Hat jemand einen guten Tipp wie ich der Krampfgefahr (bei mir immer hinterer Oberschenkel) begegne?] Die letzten vier Kilometer lief ich wie in Trance. Am Ende war ich sehr zufrieden mit meiner Zeit von 3:10:08.

Die Stadt ist wunderbar: Schöne Stadt, schöner Fluss, schöne Menschen und hervorragende Küche. Dieses Konzept hat meiner Meinung nach großes Potenzial: Eine interessante europäische Großstadt und eine große sportliche Herausforderung. Ich denke das lässt sich ausbauen.

Jetzt freue ich mich auf den ersten Marathon vor der Haustür.

Links:

Marathon in Prag

Jens


Gelaufen bin ich nebenher eigentlich schon immer, um mich fit zu halten. Im Jahr 2007 habe ich an meinem ersten Laufwettkampf – einem Halbmarathon – teilgenommen. Damals war es für mich ein Erfolg die 21,1 km in unter 2 Stunden zu absolvieren. Weitere folgten. Im Jahr 2009 musste ich Fußball aufgeben und begann mich gänzlich dem Laufen zu widmen. Ich absolvierte im Oktober 2009 meinen ersten Marathon. Mein zweiter Marathon folgte im Mai 2010 und brachte mir meine bisherige Bestzeit von 3:10:08. Im April und Juli 2010 absolvierte ich meine ersten Multisportwettkämpfe: Ein Duathlon und ein Triathlon. Ich hoffe, dass noch viele Wettkämpfe folgen…


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2 Gedanken zu „Marathon in Prag

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