Archiv der Kategorie Wettkämpfe

Restart

Carsten, Matthias und Jens am Süßen See Ein dampfendes Langosch dazu ein würziger Glühwein und als Nachtisch leckere Kräbbelchen auf dem Weihnachtsmarkt… klingt verlockend? Zugegeben ja, aber das gehört vorerst der Vergangenheit an. Von nun an heißt es wieder offiziell einen Wettkampf nach Trainingsplan vorzubereiten.

Gemeinsam mit Carsten, Felix und Matthias habe ich die Trainingsarbeit für den ersten Marathon des Jahres (April 2011, Mailand) aufgenommen. Der Dezember und der Jahreswechsel hatten mich veranlasst schon etwas “vorzutrainieren”. Mit etwa 103 Trainingskilometern in 2011 starte ich in die geplante Saisonvorbereitung. Leider wird es dem ambitioniertem Hobbysportler in diesen Tagen nicht immer leicht gemacht. Der vergangene Sonntag, wo ich bei strahlendem Sonnenschein meinen langen Lauf auf meiner Lieblieblingsstrecke am Süßen See regelrecht genießen konnte bildet da eine Ausnahme. In den Einheiten zuvor kam teilweise Frust auf. Meine Trainingsstrecken an der Saale beansprucht momentan das Hochwasser für sich. Die Alternativstrecken waren noch von dicken Eisschichten oder Tauwasser bedeckt. Bleiben nur Stadtläufe auf Fußwegen.

Dennoch bin ich sehr motiviert und freue mich auf Mailand. Die erste Belastungsprobe für meine Motivation habe ich heute bereits bestanden: Sechs 1000 m Intervalle habe ich recht ordentlich absolvieren können.

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2011 – Neues Jahr, neue Herausforderungen

Der Kater des Jahreswechsels ist überstanden. Die unzähligen Sünden der letzten Wochen ziehen an meinen Körper. Die ersten Laufkilometer im neuen Jahr sind wieder einmal nicht einfach. Die Gravitation ist nicht mein Kumpel. Der Zustand der Laufstrecken ebenfalls nicht. Meine Marathonpace von 4:30 min/km (Prag 2010) ist momentan so weit weg wie der Sommer. Und doch weiß ich, dass ich in wenigen Wochen wieder topfit bin. Die Auszeit zum Jahreswechsel ist auch nötig um sich zu erholen, sich auf neue Belastungen vorzubereiten. Vor allem mental. Es stehen viele spannende Herausforderungen an 2011.

Zunächst einmal werde ich in wenigen Tagen mit dem Training für den ersten Marathon 2011 in Mailand beginnen. Das wird bestimmt ein großer Spaß, denn neben den Debütanten Carsten und meinem Bruder Felix wird auch Matthias wieder um eine neue Bestzeit kämpfen. Weiterhin sind einige Kollegen als "Touristen" mit von der Party. Weitere Teilnehmer erwünscht.

Im Juni werde ich meine erste Halbdistanz im Triathlon in Angriff nehmen. Dafür werden ich gemeinsam mit Carsten in Moritzburg an den Start gehen. Jens, mit dem ich nach dem letzten Mitteldeutschen Marathon das Zielbier genießen konnte wird sich hier der großen Herausforderung, der Langdistanz, stellen. Ich drücke ihm die Daumen, dass er als Eisenmann daraus hervorgeht.

Im Oktober solle ein weiterer Marathon folgen. Hier ist momentan Mallorca der Favorit. Den Lauf könnte man gut mit einem Sommerurlaub verbinden.

Die passende Motivation für die harte Vorbereitung habe ich bei YouTube gefunden. Vor allem für Firsttimer interessant. The Spirit of Marathon:

Ich als Wiederholungstäter weiß ja schon, dass es vor Allem weh tut :)

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Laufstatistik 2010

Der Jahreswechsel steht vor der Tür, die letzten Laufkilometer des Jahres werden gesammelt. Das ist eine gute Gelegenheit einen Kassensturz der in 2010 absolvierten Trainingseinheiten zu machen. Eine Leichtigkeit dank moderner GPS-Technik.

Anzahl Laufwettkämpfe 14
Laufleistung Wettkämpfe 226,9 km
Laufleistung/Wettkampf 16,2 km
Laufleistung Training 1673 km
Anzahl Lauftrainings 141
Laufleistung/Lauftraining 11,9 km
gesamte Kalorien 103 230
Durchschnittsgeschwindigkeit 11 km/h
durchschnittliche Herzfrequenz 144 bpm
gesamte Laufzeit 172:28:05
gesamte Laufleistung 1895 km

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Das Sportjahr 2010 – Nachtrag

gtsl_2010_kl Zweimal habe ich seit meiner Zusammenfassung des abgelaufenen Sportjahres noch eine Platzierung erreicht. Beim Geiseltalseelauf über die Halbmarathondistanz konnte ich zwar nicht mit der Bestzeit aufwarten mit der ich vorher geliebäugelt hatte, doch konnte ich meine Zeit aus dem Vorjahr um über drei Minuten verbessern. So landete ich mit einer Zeit von 1:29:09 wieder auf dem zweiten Rang in meiner Altersklasse und wurde nach 2009 zum zweiten Mal in Braunsbedra aufs Treppchen gerufen.

dls2010 Dieses Gefühl kann ich zur Siegerehrung der Heidelaufserie 2010 leider nicht auskosten. Obwohl ich völlig überraschend die Serie in meiner Altersklasse gewann, werde ich zum Abschlusslauf mit anschließender Auswertung am Silvestertag nicht anwesend sein. Ich werde den Jahreswechsel in der Schweiz verbringen. Bei den sechs Läufen der Serie war ich zwar nicht der schnellste Läufer der Altersklasse M30, doch waren die besseren Läufer nicht bei jedem Lauf anwesend. Auch ich habe einen Lauf verpasst während ich in den Alpen war, doch von denen, die maximal fünf Wertungsläufe absolvierten, habe ich dann tatsächlich die meisten Punkte erreicht. Darauf bin ich schon ziemlich stolz. Ich hoffe Matthias bringt mir meine Urkunde und meine Trophäe mit :)

 

Meine Ergebnisse der halleschen Heidelaufserie 2010:

14.03. 173. Heidelauf 10 km 0:50:28
16.05. 175. Heidelauf 10 km 0:41:18
13.06. 176. Heidelauf 15 km 1:00:27
10.10. 173. Heidelauf 15 km 1:03:02
07.11. 178. Heidelauf 15 km 1:01:38

Meine GPS-Daten:

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Das Sportjahr 2010…

mdm2010 …neigt sich langsam dem Ende entgegen. Es hat für mich viele schöne Erlebnisse und Bestzeiten gebracht. Zeit für ein kleines Resümee: Im  März der erste Lauf der Saison und meine Bestzeit über 10 km (0:39:55).

Im Mai konnte ich nach großer Vorfreude meine Marathon-Zeit in Prag auf 3:10:08 verbessern. Im Juni hatte ich meinen bisher schnellsten Lauf über 15 km bei der Heidelaufserie (1:00:27). Im September dann der lang ersehnte Marathon in Halle (3:14:54). Zwar keine Bestzeit, aber ich hatte mich besonders darauf gefreut in meiner Heimatstadt einen Marathon zu Laufen – insgesamt mein Dritter.

Weiterhin habe ich in diesem Jahr auch mein Interesse an anderen Sportarten entdeckt. Im April habe ich meinen ersten Duathlon absolviert. Und im Juli schließlich meinen ersten Triathlon in Roßbach. Ein weiterer folgte im August in Löderburg.

DSC_0294_kl Im September ging es in die Berge zur Transalp mit dem Mountainbike. Dort hatten wir sechs knallharte Etappen vom Tegernsee zum Gardasee auf denen wir aber überwältigende Eindrücke sammeln konnten (Matthias hat sehr ausführliche Beiträge).

Eines fehlt mir in diesem Jahr noch: Eine Halbmarathonbestzeit. Beim einzigen Lauf über die halbe Distanz in diesem Jahr in Bayern bin ich bis auf sieben Sekunden auf meine Bestzeit vom MDM 2009 in Halle (1:26:51) herangekommen. Mal sehen, ob meine Form für einen weitere Bestzeit über diese Distanz reicht. Auf jeden Fall werde ich am Sonntag beim Geiseltalseelauf in Braunsbedra starten und natürlich mein Bestes geben. Aber soweit ich mich an das letzte Jahr erinnern kann war die Strecke leicht hügelig.

2010-08-28-10 Pläne für das nächste Jahr habe ich auch schon: Der erste Saisonhöhepunkt wird der Mailand-Marathon am 10. April 2011. Mein Bruder der mittlerweile ebenfalls vom Fußballer zum Läufer “aufgestiegen” ist wird in Mailand sein Marathondebüt geben. Darauf freue ich mich ganz besonders. Von seiner erstaunlich guten Form konnte ich mich während einer 28 km Trainingseinheit am Süßen See überzeugen.

Auch der Triathlon – also besonders auch Radfahren und Schwimmen – werden im nächsten Jahr eine große Rolle spielen. Mein Fernziel: Ich möchte mich einmal Ironman nennen können. Ein weiter Weg. Aber auch der weiteste Weg beginnt bekanntlich mit dem ersten Schritt.

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MDM 2010 und die wahrscheinlich längste Zielgerade der Welt

Aller guten Dinge sind drei. Doch mein dritter Marathon war mein bislang Härtester.

Unbenannt-8 Die Vorfreude war groß. Endlich einen Marathon in meiner Heimatstadt Halle beenden. Und den Zieleinlauf auf dem Hansering genießen, den ich schon zweimal zuvor bei den halben Distanzen hinter mich gebracht hatte. Zudem wusste ich viele Freunde und Kollegen an und auf der Strecke.

Nach einer kurzen Nacht ging es 7:15 Uhr mit dem Busshuttle zum Start nach Spergau. Gemeinsam mit Udo, Jens und Matthias warteten wir bei kühlem Morgennebel in auf den Startschuss. 9:01 Uhr war es so weit: Das Pferd darf aus der Box. Vorgenommen hatte ich mir ein moderates Tempo. So hatte ich auch meine Uhr auf ein Durchschnittstempo von 4:50 min/km programmiert. Das hätte für unter 3:25:00 gereicht. Durch das spezielle Training für die Triathlonsprints glaubte ich nicht mehr genügend Ausdauer zu haben. Doch nach dem Start waren alle guten Vorsätze passé – wie immer!

Ich begann also deutlich unter Plan (4:20-4:35 min/km) ohne anfangs wirklich darüber nachzudenken. Die Strecke führte über Landstraßen durch kleine Gemeinden Richtung Halle. In den Orten säumten viele Zuschauer die Strecke und feuerten die Läufer lautstark an. Hier und da wurden zum Abklatschen Kinderhände ausgestreckt. Es lief gut.

Verpflegung hatte ich diesmal keine dabei. Mein Trainingspartner Carsten hatte sich bereit erklärt mich zu unterstützen. In Merseburg – nach 19 km – nahm er mich in Empfang. Auf die Frage wie es läuft antwortete ich sofort: “Ich bin zu schnell!” Mir war klar dass der Einbruch kommen musste, nur wann? Mit dem Tempo war ich auf Bestzeitkurs. Bei Kilometer 28 kamen die ersten Anzeichen für Krämpfe. Diese Anzeichen habe ich bis jetzt bei jedem Marathon gehabt. Und immer früher: in Dresden ab 38, in Prag ab 32 und nun ab 28. Aber einen echten Krampf während des Laufens habe ich bisher nicht bekommen. Glücklicherweise auch diesmal nicht.

Unbenannt-6Bei Kilometer 32 gab mir Kollege Andreas einen ordentlichen Motivationsschub mit auf den Weg. Ab hier wurde es jetzt hart. So schwer hatte ich es in einem Laufwettbewerb bisher noch nie. Die Muskeln wurden immer schwerer, Krämpfe drohten und bei jedem noch so kleinem Anstieg ging der Puls auf 185 hoch. Innerhalb von drei Kilometern ging mein Tempo von 4:35 auf über 5:00 min/km. Bis zum Ende kam ich nicht mehr unter 5:00 min/km. Ab hier hat Carsten dann ganze Arbeit geleistet unermüdlich trieb er mich an. Redete die Anstiege klein und meine Leistung groß. Dabei war es doch umgekehrt war ich mir sicher. Aber wenn man etwas lange genug hört glaubt man daran :)

Dann ging es auf die wahrscheinlich längste Zielgerade der Welt: die Magistrale. 4 km leicht steigend und schnurgerade. Da ich am Ende eine Urkunde bekommen habe muss ich die wohl auch irgendwie bezwungen haben. Gutes Mentaltraining. Mitbekommen habe ich nicht mehr viel. Außer dass Carsten noch auf den letzen paar hundert Metern Magnesium in mich reinpumpen wollte. Ich dachte: Bis das in den Muskeln ankommt ist bestimmt die Sonne untergegangen. Und dann zogen meine Beine schon ganz automatisch zum Zielsprint an, während am Streckenrand Menschen meinen Namen riefen. Und es war geschafft.

Unbenannt-7Mit 3:14:54 belegte ich insgesamt den 27. Platz und den 5. Platz in meiner Altersklasse. Trotz der Qualen bin ich damit hochzufrieden. Die große Zufriedenheit die mich erfüllt wenn sich im Ziel der Puls langsam senkt, wird mich wohl noch zu mancher Ausdauerleistung treiben.

Doch mit der Hetzerei nach Marathon-Bestzeiten ist jetzt erst mal Schluss. Vorerst. Nächstes Jahr möchte ich mich dem Triathlon widmen, gemeinsam mit Carsten. Und einen gemütlichen Marathon gemeinsam mit meinem Bruder Felix wünsche ich mir. Vielleicht in Leipzig?

Danke nochmal an Carsten, für die Beharrlichkeit.

Und jetzt geht’s schon weiter: Mit dem Fahrrad über die Alpen. Ich bin gespannt.

Die Daten vom Garmin Forerunner 310XT:

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Neuer Laufschuh: Nike LunarGlide+ 2

nike_lunarglide_2_kl Nun kamen wieder verschiedene Faktoren zusammen. Die Schuhe waren bei einem Internethändler, stark reduziert. Ausgerechnet bei diesem Händler hatte ich mir vor Monaten auf Facebook einen Gutschein über 24,00 € ergattert. Dieser Gutschein drohte am 31.08.2010 abzulaufen. Also hab ich mich noch ein wenig geziert und so getan als würde ich die darüber nachdenken und dann doch überraschend auf den Knopf gedrückt. So kann ich nun den brandneuen LunarGlide+ 2 mein Eigen nennen, für fast die Hälfte des regulären Preises.

Schon der Vorgänger hatte mich ja komplett überzeugt. Ich bin in diesem Jahr sämtliche Wettkämpfe (inklusive zwei Marathon) mit diesem Schuh gelaufen und von der Kombination aus Leichtigkeit und Dämpfung begeistert. Mittlerweile hat mein erster LunarGlide knapp 830 km geleistet und bekommt nun also etwas Entlastung.

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Marathon Checkliste

marathon_ Am Sonntag ist der lang ersehnte Marathon in Halle. Mittlerweile hab ich eine ganz schön lange Checkliste der Sachen die ich vorbereiten muss. Vielleicht hilft es dem Einen oder Anderen bei der Vorbereitung:

  • Wettkampfschuhe
  • Wettkampfsocken
  • Wettkampfhose
  • Wettkampftrikot
  • Kopfbedeckung
  • Sonnenbrille
  • Kontaktlinsen
  • Brustwarzenpflaster
  • Aspirin
  • Kohlenhydratgel am Körper
  • Powerriegel vor dem Start
  • Magnesiumampullen
  • Championchip (oder adäquates Zeitmesssystem)
  • GPS-Uhr
  • Brustgurt
  • Startnummernband
  • Sicherheitsnadeln
  • Geld (fürs Zielbier)
  • Wegwerfkleidung (vor dem Start entsorgen)
  • iPod

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Gaensefurther Schlossbrunnen Triathlon

2010-08-28-3_kl

Bei durchwachsenem Wetter stand am Samstag der zweite Triathlon in diesem Jahr in Löderburg (bei Staßfurt) an. Ich war wieder gemeinsam mit Carsten unterwegs und diesmal hatten wir kräftig Unterstützung dabei.

Anders als bei meinem Debüt, hatten wir beide diesmal unsere Ausrüstung beisammen und auch genügend Zeit für die Vorbereitungen. Auch die Wettkampfbesprechung. Wie eingangs erwähnt war das Wetter durchwachsen und es gingen hin und wieder kurze Regenschauer nieder. Das hat mich aber gar nicht beeinträchtigt. Start war pünktlich 13:00 Uhr.

Da kommenden Sonntag der nächste Marathon in Halle stattfindet, hatte ich den Trainingsfokus auf dem Laufen und auf der Ausdauer.

2010-08-28-4_klTrotzdem bin ich in der Vorbereitung viele Kompromisse eingegangen. Vor Allem Schwimmtraining kam ziemlich kurz. Also habe ich mich wieder Am Rand aufgestellt, um dem großen Gedränge aus dem Weg zu gehen. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass es diesmal im Wasser ziemlich rau zuging. Speziell an der ersten Boje war Überlebenskampf angesagt.

Mein Eindruck wurde auch durch Carstens Erlebnisse bestätigt. Er musste schwer einstecken, so dass wir – obwohl er der deutlich bessere Schwimmer ist – gemeinsam aus dem Wasser kamen (10:54 min, 69. Platz von 139).

2010-08-28-6_kl Auf dem Rad hatten diesmal alle schwer zu kämpfen. Zum nicht ganz so einfachen Höhenprofil kam heftiger Gegenwind. Hier konnte ich mich diesmal sehr gut verausgaben. Ich kann mich nicht erinnern auf dem Rad schon einmal knapp 170 bpm Durchschnittspuls erreicht zu haben. Für die 24 km benötigte ich gut 47:00 min.

Auf der Laufstrecke konnte ich diesmal keine Topleistung abliefern. Dennoch kann ich mit 4:09 min/km leben.

Nun nach meiner zweiten erfolgreichen Teilnahme an einem Triathlon weiß ich nun, dass ich im nächsten Jahr den Fokus auf diese Sportart legen werde. Jetzt muss ich mich nur noch um vernünftige Ausrüstung kümmern. Das wird teuer…

Apropos teuer: Die Stargebühr am Samstag betrug nicht mehr als 5,- EUR. Dafür gabs sogar ein Finisher T-Shirt. Unschlagbar.

Die Daten vom Garmin Forerunner 310XT:

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Marathon in Prag

2010_05_prag_2 Der nächste Marathonwettbewerb rückt langsam in greifbare Nähe. Das Training ist im Gange. Ein guter Zeitpunkt den letzten Marathon noch einmal Revue passieren zu lassen. Im Mai war ich zum Marathonlauf in Prag, mein schnellster bisher. Der liegt zwar schon wieder eine ganze Weile zurück, dennoch möchte ich dieses für mich bedeutende Ereignis nicht unerwähnt lassen.

In Prag sollte die neue Bestzeit über die Königsdistanz für Ausdauersportler errungen werden. Dafür habe ich mit hohem Aufwand viele Trainingseinheiten absolviert. Seit Dezember 2009 bin ich glücklicher Besitzer eines Garmin Forerunner 310XT, mit dem ich jede Trainingseinheit dokumentiere. So ist es mir ein Leichtes mit wenigen Klicks den Umfang des Trainings für diesen Wettkampf zu summieren:

Trotz des schneereichen Winters habe ich insgesamt 72 Laufeinheiten absolviert und dabei ca. 850 Trainingskilometer zurückgelegt. Dafür habe ich ca. 78 Stunden trainiert.

Dem Lauf habe ich schon mindestens vier Wochen entgegengefiebert, so dass ich am Vortag des Wettkampfes kaum einen anderen Gedanken fassen konnte. Alles drehte sich um Marschtabellen, Verpflegungsstrategie und die richtige Kleidung.

2010_05_prag Der Wettkampf

Die ersten 10 km ging ich – wie geplant – mit 4:30 min/km an, um anschließend das Tempo je nach Tagesform nach oben oder unten anzupassen. Tatsächlich wurde ich zwischen Kilometer 10 und 25 schneller. Meine Kilometerzeiten lagen zwischen 4:15 und 4:25 min/km. Auf der Halbmarathonmarkierung lautete meine Zwischenzeit 1:32:00. Ich war noch frisch und dachte kurz über die magische Drei-Stunden-Grenze nach. Aber von dem Gedanken musste ich mich sehr schnell verabschieden. Wie auch beim Marathondebüt in Dresden (Dresden, 18.10.2009) verschonte mich der „Mann-mit-dem-Hammer“. Stattdessen drohte mir die Krampfgefahr diesmal schon ab Kilometer 32. Ich musste meinen Laufstil deutlich ändern, schaffte es aber einen echten Krampf bis zum Ende zu vermeiden. [Hat jemand einen guten Tipp wie ich der Krampfgefahr (bei mir immer hinterer Oberschenkel) begegne?] Die letzten vier Kilometer lief ich wie in Trance. Am Ende war ich sehr zufrieden mit meiner Zeit von 3:10:08.

Die Stadt ist wunderbar: Schöne Stadt, schöner Fluss, schöne Menschen und hervorragende Küche. Dieses Konzept hat meiner Meinung nach großes Potenzial: Eine interessante europäische Großstadt und eine große sportliche Herausforderung. Ich denke das lässt sich ausbauen.

Jetzt freue ich mich auf den ersten Marathon vor der Haustür.

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